LEXIKON DER BIOLOGIE
A-N

AAM (angeborener Auslösemechanismus) 
... ist die Bezeichnung für alle Bereiche des Nervensystems, die eine reizspezifische Verhaltensweise auslösen. 
Sie stellen einen neutralen Filter dar. 
     
Man unterscheidet:

Adaptive Radiation  
(Radiation=Aufspalten , Adaption=Anpassen) 

afferente Nerven 
...sind  Nerven , die einen Impuls vom Sinnesorgan )mit seinen Sinneszellen  zum entsprechenden Zentrum im ZNS weiterleiten.  

Afferenz 
...ist die Gesamtheit der Nervenerregungen , die von den Sinnesorganen zum ZNS führen. 

Aggregation  
... ist die Ansammlung von vielen verschiedenen Tieren. (z.B. an Futtertränken) 
 

Aggression
... ist ein Verhalten, dass auf die Verdrängung anderer Individuen gerichtet ist, die dadurch zur Flucht getrieben, beschädigt oder vernichtet werden, wenn die Distanzvergrößerung nicht auf andere Weise erreichbar ist.
Als interspezifische Aggression
bezeichnet man die artübergreifenden Aggressionen z.B. gegenüber Fressfeinden.
Als intraspezifische Aggression
bezeichnet man die innerartliche Aggression z.B. gegenüber Rivalen.


Aktionspotential

...ist die Änderung des Potentials (Spannungsgefälle) an der Axonmembran  einer Nervenzelle aufgrund der Änderung der Ionenleitfähigkeit.
Hinweis:
Ist der Reiz stark genug, kommt es zu einer Depolarsierung an der Axonmembran, die  in der Nervenzelle die weitergeleitete Erregung darstellt und am Erfolgsorgan (z.B. Muskel) zur Reaktion (Kontraktion)  führt. Danach baut sich das Ruhepotential (Membranpotential) wieder auf.

Allele
...sind gleiche (AA) oder unterschiedliche (Aa) Zustandsformen eines Gens, das auf homologen Chromosomen den gleichen Platz einnimmt.
Durch Mutation wird ein Allel in ein anderes überführt.

Amphetamine

...sind chemische Verbindungen ( Medikamente)  mit stimulierender Wirkung.
Hinweis.
In der Umgangssprache sind Amphetamine auch als Aufputschmittel bekannt.
Die Wirkung beruht u.a.:

Lange Zeit wurden Sie als Antidepressiva verwendet. Aufgrund der hohen Suchtgefahr werden sie nur noch selten zur Behandlung eingesetzt.
 
Analogie  
Analogie=Anpassungsähnlichkeit 
Unter ähnlichen Umweltbedingungen kommt es, aufgrund gleicher Selektionsrichtung, zur Ausbildung ähnlicher Strukturen. 
Analogien sind immer Ergebnisse konvergenter Entwicklungen. 
Beispiele:  
  • Die Beine der Grabheuschrecke (Insekt) und des Maulwurfs (Wirbeltier) sind schaufelartig ausgebildet. 

  • Sie ermöglichen die Fortbewegung unter der Erde. 
    gleiche Umweltbedingungen - Leben in der Erde 
    führen zu 
    ähnlichen Strukturen - schaufelartige Gliedmaßen 
    trotz unterschiedlichen Aufbaues. 
  • Die Beine des Gelbrandkäfers (Insekt) und der Fische (Wirbeltiere) sind flossenartig ausgebildet. 

  • Sie ermöglichen die Fortbewegung im Wasser (Schwimmen). 
    gleiche Umweltbedingungen - Leben im Wasser 
    führen zu 
    ähnlichen Strukturen - flossenartige Gliedmaßen 
    trotz unterschiedlichen Aufbaues. 
 

Appetenzverhalten 
... ist eine Komponente des Instinktverhaltens  
 Appetenzverhalten ist ein gerichtetes Suchen (aktives Anstreben) nach einer bestimmten Reizsituation (Schlüsselreiz). 

Artenbildung 
... ist ein  Vorgang, bei dem eine ursprüngliche Form durch Wirkung von Selektionen, so weit verändert wird, dass sie eine neue Art bildet. 

Formen: 

  • allochrone Artenbildung 

  • -kontinuierliche Veränderung der Ausgangspartner 
    -erfolgt vorwiegend durch gerichtete Selektion 
  • synchrone Artenbildung 

  • -zeitgleiche Entstehung voneinander unabhängiger Formen aus einer Ausgangsform 
    -erfolgt vorwiegend durch aufspaltende Selektion 
Atavismus 
... ist eine Erscheinung, bei der rückgebildete Organe, nach Generationen wieder phänotypisch auftreten. Diese Organe sind aber funktionslos. 

Attrappe 
...ist ein Modell, dass eine Kombination verhaltensauslösender Reize beinhaltet. 
In der Verhaltensforschung kommt dem Attrappenversuch besondere Bedeutung zu. 

Attrappenversuche 
...sind Versuche in der Verhaltensforschung, durch die Reizbedingungen ermittelt werden, die ein art- spezifisches Verhalten auslösen. 
Erfahrungsloses Ansprechen auf Attrappen wird als Hinweis auf das Wirken angeborener Auslösemechanismen gewertet. 

Aversion 

...ist die Abneigung gegenüber bestimmten Reizen, die von Individuen oder Gegenständen ausgehen können. 
Aversion ist meistens mit dem Motivation  verbunden, sich abwenden zu wollen. Aversive Reize werden gemieden oder  lösen eine Vermeidungsreaktion aus . 
Die bedingte Aversion ist eine Form des Lernverhaltens bei dem aversive Reize als Grundlage des 
Lernverhaltens genutzt werden. 
Beispiele: 

  • Gerüche, die Übelkeit auslösen. 
  • Elektrozaun, der Rindern auf der Weide einen unangenehmen elektrischen Schlag auslöst.
Hinweis: 
In der Verhaltenstherapie wird die Aversionstherapie angewendet, bei der unangenehme Reize eingesetzt werden, um unerwünschtes Verhalten zu verringern bzw. zu beseitigen. 
Beispiel: Aggressives Verhalten eines Kindes wird mit Fernsehverbot oder ähnlichem bestraft. 

Basenfrequenz 

... ist die Abfolge der organischen Stickstoffbasen in der DNA bzw. RNA . 
Durch die Basenreihenfolge wird die genetische Information verschlüsselt. 

Begattung 
...ist die geschlechtliche Vereinigung von zwei Individuen verschiedenen Geschlechts, die der Übertragung der männlichen Geschlechtszellen in die weiblichen Geschlechtswege dient. 

Bewegung, umorientiert  
... ist eine Ersatzhandlung, die dann ausgeführt wird, wenn trotz einer hohen Erregung (Triebenergie) die eigentliche Handlung nicht ausgeführt werden kann. 

Beispiel: 

  • Trifft ein Tier auf einen Rivalen, so ist die Kampfbereitschaft sehr hoch. Flüchtet der Rivale, so wird die Triebenergie an Ersatzobjekten "abreagiert" . 

  • -Fische schwimmen gegen Steine 
    -Nashörner laufen gegen Steinhügel. 
Bigamie 
Doppelehe-(bzw.Mehrfachehe) 

Biogenetisches Grundgesetz 
.... besagt: 
Die Ontogenese (Embryonalentwicklung) ist eine kurze Wiederholung der Phylogenese (Stammesentwicklung). 
(nach Ernst HAEKEL) 
Beweise: 

  • Embryonalentwicklung des Menschen 

  • - Der Embryo bildet zeitweise Kiemenanlagen aus. 
    - Der Embryo bildet zeitweise ein fatales Haarkleid aus. 

Brückentiere  
... sind Tiere, die als Übergangsformen in der Stammesentwicklung angesehen werden. 
Brückentiere weisen Merkmale einer stammesgeschichtlich älteren und stammesgeschichtlich jüngeren Tierklasse auf. 
Beweise: 
 

  • Quastenflosser 
  • Fische  Lunche
     
 
  • Urvogel
  • Kriechtiere  Vögel
    Spitzkegelzähne 
    Einfaches Gehirn 

    Bewegliche Wirbelsäule 
    bewegliche Schwanzwirbelsäule 

    Mittelhandknochen frei 
    drei Finger mit Krallen 

    Schien- und Wadenbein nicht verwachsen 
    Mittelfußkochen frei 
     

    Große Augenhöhlen 
    Schnabelbildung 

    rückwärtsgerichtetes Schambein 
    Schwanzfedern 

    Flügelbildung 
    hohle Knochen 

    Beine befriedet 
    1. Zehe rückwärts gerichtet

     
Chloroplasten  
... sind Zellbestandteile (Originellen), in denen die grünen Pflanzen mit Hilfe des grünen Chlorophylls, die Photosynthese durchführen. 
Hinweis: 
Chloroplasten haben eigene DNA. 

Chromosomen 
... sind Bestandteile des Zellkerns, die die Erbinformation enthalten. 
Chromosomen bestehen aus DNA und Proteinen. 

Wichtige Begriffe 

  • Bau 

  • -Chromatid 
    -Halbchromosom 
    -Zentromer 
  • Zahl der Chromosomen in der Zelle 

  • -Chromosomensatz 
    -haploid Zelle 
    -diploid Zelle 
     

Chromosomenanomalie 
... ist das Ergebnis von Vorgängen, die bei der Zellteilung zum Verlust vom Chromosomen oder Chromosomenstücken bzw. zum Auftreten zusätzlicher Chromosomen führen. 
Hinweis: 
1959 entdeckten LEJEUNE, GOUTIER und TURIN eine Chromosomenanomalie mit  erheblichen körperliche oder psychische Folgen. 
Arten: 
  • Monosomie: Das Fehlen eines Chromosoms in einem Chromosomenpaar führt in der Regel zur Lebensuntüchtigkeit. Das Turner-Syndrom z.B. ist eine Wachstumshemmung. Hier findet man statt 46 Chromosomen nur 45 vor. 
  • Trisomie: Ein Chromosom kommt nicht doppelt, sondern dreifach vor. Am häufigsten unter den Trilogien sind das Klinefelter-Syndrom (47 Chromosomen, das Geschlechtschromosom enthält ein X-Chromosom zuviel (xY)) und das Down-Syndrom (47 Chromosomen, Chromosom 21 ist überzählig). Diese beiden Anomalien treten am häufigsten bei Kindern auf, deren Mütter nach dem 40. Lebensjahr schwanger wurden. 
  • Verlust von Teilstücken. der Chromosomen führt zu verschiedenen Formen des vererbten Schwachsinns bzw. zu Missbildungen. 
Enthemmungshypothese  
... ist ein Erklärungsmodell für den Ablauf einer Übersprungshandlung nach dem kybernetischen Instinktmodell (nach HASENREIN) 

endoplasmatisches Reticulum  
... sind Zellbestandteile, die ein Membransystem in der Zelle darstellen. 

    • rauhes ER-mit Ribosomen besetzt-dient zur Eiweißsynthese 
    • glatte Seite-dient der Entgiftung 
erbkoordinierte Endhandlung  
... ist eine Komponente des Instinktverhaltens 
Erbkoordination bedeutet, dass diese Bewegung (Handlung) bis zum Ende ausgeführt wird, auch wenn sie sinnlos geworden ist. (starr ablaufend) 
Erbkoordiniert bedeutet, dass diese Bewegung genetisch vorprogrammiert ist. 

Erregungsleitung 
... ist die Weiterleitung der Erregungen innerhalb der Nervenzelle entlang des Axon bis zur Synapse. 

  • bei marklosen Fasern erfolgt die Erregungsleitung kontinuierlich.
  • bei markhaltigen Fasern erfolgt die Erregungsleitung saltatorisch.

  • Das bedeutet die Erregung "springt" von Schürring zu Schnürring. 
Hinweis: 
Die Geschwindigkeit der Erregungsleitung nimmt mit dem Durchmesser der Nervenzelle zu. Um die Erregungen sehr schell leiten zu können, müssen marklose Fasern sehr dick sein. 
Die saltatorische Erregungsleitung der markhaltigen Fasern ist wesentlich schneller. Markhaltige Fasern können also wesentlich dünner sein und dennoch die Erregung mit hoher Geschwindigkeit weiterleiten (bis zu 120 m/s) 

Ethnologie  
... ist die Lehre von den Verhaltensweisen der Tiere. 
Hinweis: 
Bei Pflanzen spricht man von Bewegungen und nicht von Verhalten. 

Fähigkeiten  
... sind angeborene Eigenschaften. 

Fertigkeiten 
... sind erlernte Eigenschaften. 

Fitness  
... ist ein Maß für die Fähigkeit sein Erbgut in die Folgegenerationen einzubringen. 

Fossilien  
... sind Spuren von Lebewesen aus vergangenen erdgeschichtlichen Zeiten. 
Man unterscheidet: 

  • Knochenfunde
  • Abdrücke
  • Einschlüsse
  • Inkohlung
Hinweis:  
Der Wert eines Fossils hängt vor allem von der exakten Altersbestimmung ab. 
Man unterscheidet vor allem: 
  • die Radiokarbonmethode
  • die Verwendung von Leitfossilien

Gedächtnis  
Man unterscheidet: 
  • Kurzzeitgedächtnis

  • -Aktivierung best. Bereiche des Gehirns, die sonst nicht genutzt werden und sich schwer aktivieren lassen. 
    -Keine Verknüpfung zum lieblichen System 
    -Speicherung auf kurze Zeit mehrere Stunden bis einige Tage 
  • Langzeitgedächtnis

  • -erbbedingte enge Verknüpfung der angesprochenen Bereiche 
    -leicht und langfristig erregbar (sowohl Neocortex als auch liebliches System) 
    -Man teilt das Langzeitgedächtnis in : 
       
    • episodisches Lg (Ingos über Ereignisse und Personen)
    • semantisches Lg (Erkennen und Erläutern von Zusammenhängen)
  • Ultrakurzeitgedächtnis

  • -Nervenzellen sind schon aktiviert 
    -dauerndes Aktionspotential (z.B. sich selbst Telefonnummern vorsprechen) 
    -Die Speicherung der Information bleibt nur solange, wie diese Nervenzellen aktiviert sind 

Gehirn  
... ist ein Organ (und Teil des NS) das Informationen verarbeitet und speichert. 
Ingos: 
  • Gehirnvolumen

  • -beträgt 1400 cm 
    -ist nach dem 9. Lebensjahr vollständig aus gebildet. (ab diesem Zeitpunkt werden keine Nervenzellen mehr gebildet oder erneuert) 
  • Gehirnleistung

  • -Das menschliche Gehirn enthält bis zu 10 Mrd. Nervenzellen und kann bis zu 1 Biel. Bits speichern. 
  • rechte Hemisphäre

  • -synthetisches Gehirn 
    -entwickelt sich stärker nach dem 8./9. Lebensjahr 
    -Raumvorstellungen , einfaches Wortverständnis 
  • linke Hemisphäre

  • -analytisches Gehirn 
    -entwickelt sich stärker vor dem 8./9. Lebensjahr 
    -Sprechen, Schreiben, Rechnen, Sprachverständnis< 
Gen 
... ist ein Abschnitt auf dem DNS-Strang, der die genetische Information zum Aufbau eines Enzym enthält! (Ein Gen ein Enzym Hypothese) 

Gendirft 
 ... ist ein Evolutionsfaktor, der die zufallsbedingte Änderung der Genhäufigkeit in einer Population beschreibt. 
(SEWALL-WRIGHT-Effekt) 
Solche zufälligen Änderungen des Genpools entstehen z.B. durch Waldbände oder andere Katastrophen. 

Genpool  
... ist die Gesamtheit des genetischen Materials innerhalb einer Population. 

Geschlechtsdimorphismus  
... bezeichnet die Tatsache, dass Weibchen und Männchen einer Population ein unterschiedliches Aussehen besitzen. 

Golgi-Apparat  
... ist  ein System membranumgrenzter in Stapeln angeordneter flacher Hohlräume (Zisternen) und Bläschen (Vesikel), das zur Vorbereitung von Sekreten zur Exozytose dient. 

Großhirn 
siehe Gehirn  

Handlungskette 
... Begriff für mehrere aufeinanderfolgende Handlungen, die einander bedingen. 
Durch eine Motivation (innere) oder äußere Reize wird bei einem Tier eine Handlung hervorgerufen, welche dann ein Reiz für ein anderes Tier darstellt und bei diesem einen Handlung auslöst usw. 
Beispiele: 
Balzverhalten des Stichling 

heterozygot 
=mischerbig 

Homenidae  
=menschenähnlich 

Hominoidiea 
=menschenartig 

Homologie   
=Abstammungsählichkeit 
Hinweis: wichtige Begriffe: 

  • Homologe Organe
  • Homologiekriterien
  • divergente Entwicklung
homozygot  
= reinerbig 

Instinkthandlung 

... ist ein angeborenes Verhalten, mit gewisser Variabilität, die auf einen bestimmten Reiz reagiert. Die Instinkthandlung wird nur ausgelöst, wenn ein bestimmter Schwellenwert überschritten wird. 
Instinkthandlung =Taxis + erbkoordinierte Endhandlung 

 

Isolation 
.. ist ein Evolutionsfaktor, der den Genaustausch zwischen Populationen unterbinden soll.
Arten der Isolation Kindchenschema 
... nach Konrad LOREN,
... sind besondere anatomische Besonderheiten, die beim Erwachsenen hohe Sprachbereitschaft und Fürsorge (Abstand von ca. 30 cm zum Kind) hervorrufen.
Anatomische Merkmale sind:
  1. großer Kopf
  2. kleine Nase
  3. Pausbacken
  4. große Augen
Hinweis:
Diese Merkmale findet man oft als Elemente von Comic-Figuren.

Kommunikation
... ist eine Verhaltensweise bei der Stimmungen und Absichten durch sichtbare oder nichtsichtbare Ausdrucksbewegungen mit geteilt werde.
Möglichkeiten der Kommunikation:

  1. Ausdrucksbewegungen (z.B. Drohgebärde)
  2. Duftstoffe (Anlocken des Sexualpartners)
  3. Lautäußerungen
Funktionen der Kommunikation:
  1. Territorialmarkierung
  2. Warnen vor Fressfeinden
  3. Abwehr von Feinden
  4. Anlocken von Sexualpartnern
  5. Paarbindung
  6. Gruppenbindung
  7. Schutz der Jungen
  8. Nahrungsquellenortung
Konditionieren

Arten der Konditionieren:

Konvergenz 
... ist die Tatsache, dass Organismen gleiche oder ähnliche Strukturen ausbilden, wenn sie unter ähnlichen Umweltbedingungen leben und damit eine vergleichbare Lebensweise zeigen.
Konvergenz bezeichnet die Annäherung der äußeren Erscheinung von Organen aufgrund gleicher Lebensbedingungen.
Beispiele:
-Ausbildung von Flügeln bei Vögeln, Insekten Fledermäusen ...
-stromlinienförmiger Körper bei vielen Fischen, Delphinen, Pinguin ...

Lebewesen 
... sind Naturgegenstände die folgende Merkmale besitzen:
-Stoff- und Energiewechsel
-Reizbarkeit und die Fähigkeit auf die Umwelt zu reagieren
-Bewegung
-Fortpflanzung

Leerlaufhandlung 
... Form des angeborenen Verhaltens, bei der eine Handlung ohne äußere Reize (also nur aufgrund einer hohen inneren Bereitschaft) ausgeführt wird.
Die Leerlaufhandlung ist eine Sonderform des Prinzips der doppelten Qualifizierung.
Beispiele:
-beginnendes Balzverhalten bei isoliert gehaltenen Stichlingsmännchen
-Ausführen des Beutefangverhaltens bei in Gefangenschaft gehaltenen Staren (nach LOREN)

Leitfossilien 
... sind Lebewesen, die in frühren Erdzeitaltern in großer Zahl gelebt haben, und die damit heute zur Datierung seltener Fossilienfunde dienen.

Lernen 
... ist die Veränderung eines Verhalten, die der Vervollkommnung des umweltbezogenen Verhaltens dient.
Wichtige Begriffe:

letal
= tödlich

Markscheide 
... ist eine Hülle von lamellenartigem Aufbau, die ein Axon umgibt. Sie besteht aus Myelin.
Vorteile:
-schnelle Erregungsleitung
-erhebliche Materialersparnis
-geringer Energieverbrauch

Metamorphose 
... ein Gestaltswandel in der Entwicklung der Tiere.
Man unterscheidet:

Miese 
Nachahmung von pflanzlichen Formen
Beispiel:
-Wandelndes Blatt

Mimikry 
Nachahmung von gefährlichen Organismen
Beispiel:
-Schwefligere, die im Aussehen einem gefährlichen Insekt ähnelt

Mitochondrien
... sind Zellbestandteile, welche die Energiegewinnung durch Zellatmung (biologische Oxydation) ermöglichen.
Mitochondrien sind Kraftwerke der Zelle.
Merke:
-Mitochondrien besitzen eigene DNA.
-Die Energiefreisetzung erfolgt durch ATP-Bildung
-In den Mitochondrien erfolgt die Synthese von Fetten aus Kohlenhydraten

Modifikation 
... ist ein phänotypisch Veränderung von Individuen.
Die Veränderungen sind nicht erblich und stellen eine Anpassung an sich wechselnde Umwelt- bedingungen dar.

Motivation
... ist die innere Bereitschaft oder auch Handlungsbereitschaft eines Tieres, ein bestimmtes Verhalten auszuführen.
Die Handlungsbereitschaft wird von Hormonen oder anderen inneren Faktoren beeinflusst.
Merke:
Ein Abfall der Motivation bewirkt immer eine Schwellenwerterhöhung.

Mutation
... ist die zufällige, unterrichtete (sprunghafte) Veränderung der Erbinformation.
Arten der Mutationen:

Als Mutationsrate bezeichnet man die Anzahl der Mutationen eines Gens pro Generation.
Die Mutationsrate 10-5 entspricht der Häufigkeit, mit der ein Gen mutiert. (Diese ist bei allen Lebewesen annähernd gleich.)

Meiose 
... sind Zellbestandteile, die Enzym zur Verdauung enthalten.

Nachahmung 
... ist die Übernahme von beobachteten Bewegungen oder gehörten Lautäußerungen.
Nachahmungen können nur im Rahmen einer Lerndisposition erfolgen.
Merke:
Nachahmung ist kein Zufall!
Sie erfolgt nach folgendem Schema:
Disposition -> Nachahmung -> bewusste oder unbewusste Nachahmung 

Nervensystem 
... ist die Gesamtheit aller Nervenzellen eines Individuums.
Arten von Nervensystemen:
-netzförmiges Nervensystem (z.B.: Hohltiere wie Polypen, Qualen...)
-strangförmiges Nervensystem (z.B.: Platt- und Rundwürmer wie Bandwürmer, Planarie, Spulwurm...)
-Strickleiternervensystem (z.B.: Ringelwürmer, Insekten, Spinnen, Krebse, Vielfüßler)
-zentralisiertes Nervensystem (z.B.: Weichtiere wie Schecken, Kopffüßler (Kragen) ...)
-Zentralnervensystem mit Gehirn und Rückenmark (alle Wirbeltiere )

Nervenzellen 
... sind spezialisierte Zellen, die Erregungen bilden und verarbeiten können und diese in Form von Impulsen (Aktionspotentiale) weiterleiten.
Arten von Nervenbahnen
-afferente Nervenbahnen : vom Rezeptor ausgehend zum Gehirn (bzw. Rückenmark) führend
-efferente Nervenbahnen : vom Gehirn (bzw. Rückenmark) ausgehend zum Effektor führend

Nukleotid 
... ist ein Kernkörperchen, welches für die Synthese von Ribosomen verantwortlich ist .

Nukleotide 
... sind die Grundbausteine der Nukleinsäuren (DNA, RNA)
Sie bestehen aus:
DNA
Phosphorsäurerest -> Zuckermolekül (Desoxyribose) - > org. Stickstoffbasen (A,C,G,T)
RNA
Phosphorsäurerest -> Zuckermolekül (Ribose) - > org. Stickstoffbasen (A,C,G,U) 
 
 

 
 
 

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