Die ABI-TOOLS antworten
Hallo, 
ich heiße S. und gehe in die 10. Klasse. Nun habe ich folgendes Problem. 
Ich muss am Mittwoch einen Vortrag über Elektronenpaarbindung halten. Leider 
habe ich bis heute keine eindeutigen Aussagen in einschlägigen Literaturen 
gefunden um einen Vortrag dazu vorzubereiten. Könntet Ihr mir vielleicht 
helfen etwas mehr zu diesem Thema zu erfahren? 
S.
 Sekundarstufe 1
Hallo S., 

hier ist unsere Antwort auf deinen Fragen! 
Falls Du weitere Fragen zum Thema hast dann schreibe uns bitte.

 
Unsere Antwort! 

Wie Du sicherlich weißt, sind nur die äußeren Elektronen (Außenelektronen) an der Bindung zweier Elemente beteiligt: 
Die Außenelektronen sind die Elektronen , die sich auf der äußeren Elektronenschale befinden. 
Wieviel Außenelektronen ein Element hat kann man aus dem Periodensystem ablesen. 
Die Nummer der Hauptgruppe gibt die Anzahl der Außenelektronen an. 
So haben z.B.. H und Na ein Außenelektron (1. Hauptgruppe) Cl sieben Außenelektronen (7. Hauptgruppe). 
Alle Atome sind jedoch bestrebt eine stabile, vollbesetzte Elektronenschale zu erreichen. 
1. K-Schale ist vollbesetzt mit 2 Elektronen 
2. l,M,N.. Schale ist vollbesetzt mit 8 Elektronen 

Atome erreichen  eine stabile, vollbesetzte Elektronenschale in dem sie Elektronen gemeinsam nutzen. 

Beispiel: Wasserstoffmolekül H2 
Wasserstoff hat ein Außenelektron , zwei  Wasserstoffatome haben zusammen zwei  Außenelektronen. 
Wenn die beiden H-Atome abwechselnd die beiden Elektronen (Elektronenpaar) nutzen, haben beide eine 
vollbesetzte Elektronenschale. 

Beispiel: Chlorwasserstoff HCl 
Ähnlich verhält es sich im Chlorwasserstoff HCl: 

Wasserstoff hat ein Außenelektron, Chlor hat sieben Außenelektronen 
Wenn jeder ein Elektron des anderen Bindungspartners nutzt  ( ein gemeinsames Elektronenpaar) 
so hat Wasserstoff zwei Außenelektronen und Chlor acht Außenelektronen. 
Jedoch nutzen nicht beide die gemeinsamen Elektronen gleichmäßig. Vielmehr zieh Chlor das Elektron des Wasserstoffs stärker an als umgekehrt. Das Chlor wird dadurch etwas negativer geladen als Wasserstoff. Man spricht hier von einer polaren Elektronenpaarbindung. 
Wer von beiden die Elektronen mehr anzieht kann man den Elektonegtivitätswerten (EN) entnehmen. (Tabelle in jedem Chemiebuch) 
Wasserstoff EN-Wert 2,1 
Chlor EN-Wert 3,0 
Das Chlor zieht die Elektronen also stärker an. 

Beispiel: Natriumchlorid  NaCl 
Ähnlich verhält es sich im Natriumchlorid  NaCl: 

Natrium hat ein Außenelektron, Chlor hat sieben Außenelektronen 
Jedoch nutzen auch hier nicht beide die gemeinsamen Elektronen gleichmäßig. Vielmehr zieh Chlor das Elektron des Natrium stärker an als umgekehrt. Chlor zieht hier das Elektron des Natriums vollständig an, so dass Natrium ein Elektron weniger besitzt und damit zum Ion wird (Na+ - Ion). Chlor wird demnach zum Cl- -Ion, weil es ein Elektron mehr besitzt man spricht nun von einer Ionenbindung. 
Mit freundlichen Grüßen 

Wer von beiden  Elektronen vollständig anzieht kann man wieder den Elektonegtivitätswerten (EN) entnehmen. (Tabelle in jedem Chemiebuch) 
Natrium  EN-Wert 0,9 
Chlor EN-Wert 3,0 

Ist die EN-Differenz größer als 1,7 (hier 2,1) so liegen Ionen vor ,es herrscht also eine Ionbindung. 
Ist die EN-Differenz kleiner als 1,7 ( im HCl 0,9) so liegen polare Elektronenpaarbindung vor. 
Ist die EN-Differenz 0 ( im H2-Molekül ) so liegen unpolare Elektronenpaarbindung vor. 

Hier noch einige Beispiele: 
 
 
Stoff EN Differenz Bindung
NaF (Natriumfluorid) 3,1 Ionenbindung
HBr (Bromwasserstoff) 0,7 polare Elektronenpaarbindung 
Br2 (Brom) 0 unpolare Elektronenpaarbindung
H2O  (Wasser) 1,4 polare Elektronenpaarbindung , 
also auch Wasser ist ein polares Molekül
 
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